Der Omnia – ein Backofen (nicht nur) für den Camper

Der Omnia – ein Backofen (nicht nur) für den Camper

Die meisten Wohnwagen sind zwar für das klassische Camping vollständig ausgestattet, und in Fahrzeugen der gehobenen Klasse findet sich ab und an auch ein Backofen.

Aber mal ganz ehrlich – wie oft benötigt man beim Campen einen Backofen? Und dann kosten die Dinger auch noch Gewicht… Dafür könnte man besser Kleidung für die Holde zuladen…oder Werkzeug.

Aber wenn man dann doch mal einen kleinen Geburtstagskuchen backen möchte? Oder einen Auflauf zubereiten? Oder den Klassiker: Brötchen aufbacken, weil man einfach keine Lust hat, am verregneten Morgen die 5 Kilometer zum Bäcker zu laufen?

Die Lösung naht…

…und die kommt aus Schweden, wo man das kleine geniale Teil bereits vor über 30 Jahren entwickelt hat….der Omnia-Backofen .

Da ich bei unseren ersten Campingaufenthalten immer mal wieder etwas von “Backofen wär jetzt schön” gefaselt habe, hat meine Frau mir dieses Ding zum Geburtstag spendiert, gleich mit Silikonform und Backgitter dabei (darauf komme ich später noch mal zurück). Backofen? Naja, sieht aus wie ein Topf – das Teil soll backen? Also einigen wir uns mal darauf, den Omnia “Backtopf” zu nennen.


Verpackt in einen Beutel kommt der Omnia daher – durch das geringe Packmass passt er selbst in das kleinste Wohnklo

Beim Auspacken präsentierten sich zunächst 3 Teile:  der eigentliche Aluminiumtopf, ein  Edelstahluntersatz sowie ein Deckel.

 

 

Auf dem Foto des Deckels ist ein Thermometer zu erkennen. Dieser gehört nicht zum Lieferumfang, auf Grund von Erfahrungsberichten anderer Nutzer des Omnia habe ich mir ein günstiges Grillthermometer beschafft. Der Einbau war recht einfach: Ein passendes Loch in den Deckel gebohrt, Thermometer durchgesteckt, im Deckelinneren verschraubt – fertig.

Und wie backt man nun damit?
Grundsätzlich ist der Omnia mit jedem Herd verwendbar, er funktioniert also auf dem im Wohnwagen üblichen Gasherd, auf einer Elektrokochplatte oder auch auf einem Gasgrill. Auch auf einer Glaskeramikkochplatte ist er theoretisch einsetzbar,  kann jedoch mit seiner emaillierten Oberfläche die Glasplatte zerkratzen; mit dem Edelstahlunterteil als Schutz sollte es jedoch gehen.

Etwas Theorie zwischen durch:
Die Hitze von unten, also die “Unterhitze” erzeugt die Wärmequelle von unten – irgendwie logisch. Unterteil und “Backtopf” haben ein Mittelloch in der Mitte, wodurch die Hitze als “Oberhitze” nach oben zum Deckel abgeleitet wird. Die kleinen Löcher im Deckel sorgen dafür, dass dieser nicht durch einen Überdruck durch die Gegend fliegt.

Nachdem ich den Omnia bekommen hatte – zusammen mit einem auf ihn zugeschnittenen Kochbuch -.  habe ich ihn im ersten Versuch mit dem Campinggasgrill als Brotbackofen verwendet.

Die Teigmenge sollte bei etwa 500 g liegen (einfach mal mit einer Brotbackmischung in dieser Größenordnung versuchen), dann auf den Campinggasgrill, etwa 10 Minuten bei “voller Pulle”, dann auf kleine Flamme herunter drehen. Dann immer wieder mal nachschauen, da die Zeiten von den für einen “echten” Backofen angegebenen Zeiten abweichen können. Anderseits aber bitte den Deckel nicht zu oft abheben, denn dann ist die Oberhitze weg.

Grundsätzlich ist im Omnia alles machbar, was auch im “echten Backofen” möglich ist.  Gewöhnen muss man sich an die Form der fertigen Produkte; das Brot ist nicht eckig oder als Laib geformt, sondern hat das Aussehen eines Kuchens. Na und – das ändert ja nicht am Geschmack.

Neben Brotmischungen kann man auch Kuchenmischungen zubereiten. Selbstverständlich kann man auch den Teig mit den üblichen Zutaten bereiten, aber wer schleppt schon seinen gesamten Hausrat im Wohnwagen oder Wohnmobil mit sich?

Hervorragend geeignet – wie oben schon erwähnt – ist der Omnia auch zum Aufbacken von entsprechendem Kleingebäck und Brötchen. Damit diese allerdings nicht am heißen Aluminium verbrennen und unschön schwarz werden, empfehle ich das optional erhältliche Gitterrost.

Aber auch kleine Pizzen, Braten oder Aufläufe lassen sich problemlos mit dem kleinen Alleskönner zubereiten.

Meine Frau hat mir außerdem noch die Silikonbackform spendiert, die ebenfalls auf den Omnia zugeschnitten ist.  Und das erste Kochbuch für den schwedischen Ofen gab es noch obendrauf. Man kann den Omnia aber auch  mit dem angesprochenen Zubehör in verschiedenen Sets erstehen. 

 

Wir verzichten auf den Omnia jedenfalls nicht mehr – er ist permanenter Begleiter bei unseren Campingurlauben. Eine klare Kaufempfehlung von mir.

 

     

Und da meine Frau mich so gerne hat, gab es auch noch das Kochbuch zum Omnis als Beigabe dazu –  OMNIA-KITCHEN: Herzhaftes aus dem Omnia-Backofen.  Mittlerweile ist ein zweiter Band mit Rezepten für den Omnia erschienen, Omnia – Urlaubsküche leicht gemacht – das zweite Buch zum Omnia Camping Backofen:

 

Am Ende noch ein paar kleine Hinweise: Man sollte den Omnia nicht in der Spülmaschine waschen (hat man normalerweise auch nicht im Wohnwagen). Und wie man auf meinen Fotos eventuell sehen kann, verfärbt sich das Teil unter Umständen – das tut Funktion oder Geschmack aber keinen Abbruch, und auch kleine Beulen lassen sich je nach Umgang nicht vermeiden. Aber es ist halt ein Gebrauchsgegenstand und keine Briefmarke fürs Album.

 

Und wer weitere schöne Rezepte für das Teil kennt, kann diese gerne in den Kommentaren posten. Danke….



 

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