Fotografie

Fotografie

Die Fotografie gehört für mich zu den absolut faszinierenden Dingen.

In Wikipedia habe ich zum Thema Fotografie ein Zitat des französischen Fotografen Nadar gefunden:  „Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann.“
Damit ist vieles gesagt – und darum fotografiere ich auch so gerne…

Schon in der Kindheit habe ich immer wieder die Kamera meines Vaters in der Hand gehabt, eine Agfa Optima, die wohl anlässlich meiner Geburt beschafft worden war. Auf den Auslöser drücken durfte ich zu dieser Zeit eher selten, denn – heutzutage im Zeitalter der Digitalfotografie kaum noch nachvollziehbar – jedes Foto kostete Geld.

Agfa Optima

Dafür war es früher spannender, denn man konnte sich die Ergebnisse erst anschauen, wenn man sich die Abzüge bei der heimischen Drogerie abholte oder die vorwiegend schwarz-weißen Fotos nach einiger Zeit mit der Post geliefert wurden.

Für die Kamera hatte mein Vater sich sogar ein Blitzgerät gekauft (ein eingebauter existierte nicht), die Stromversorgung erfolgte über einen Kasten, der einen großen Akku enthielt, diesen Kasten konnte man sich über die Schulter hängen. Alternativ mussten Wegwerf-Blitzwürfel verwendet werden.

Später habe ich die Kamera öfter als mein Vater benutzt, der irgendwann gar nicht mehr fotografierte.

Dann kam die Zeit, wo das Fotografieren im Leben eine nur untergeordnete Rolle spielte; die Kamera war eher hinderlich und blieb meistens zu Hause.

Dieser Trend blieb auch bei der Kameraindustrie nicht unbemerkt. Nachdem Kodak 1972 seinen so genannten Pocketfilm auf den Markt brachte, wurden immer mehr Kameras für diesen Filmtyp angeboten, besonders der Werbeslogan von Agfa hat sich damals eingeprägt: Ritsch-Ratsch-Klick.

Und so habe ich mir auch eine solche Kamera, eine Agfamatic, zugelegt.

Agfa Agfamatic Pocketkamera Foto aus Wikipedia von Cherubino – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27131465

 

Was Nettes zum Mitnehmen, aber unterm Strich gefielen mit die Möglichkeiten dieser Kamera nicht, es sollte etwas Besseres her.

Und so begann ich mit der Suche nach einer geeigneten Spiegelreflexkamera, wobei die Wahl letztlich auf die Minolta Dynax 3xi (Markteinführung: 1991) fiel, die dazu führte, dass ich mich in der Folge wieder recht intensiv mit dem Thema Fotografie auseinandersetzte und eine Menge Geld für dieses Hobby ausgegeben habe. Am Ende hatte ich eine komplette Fotolaborausrüstung mit gefühlt Hunderten von Chemieflaschen, Schalen und einem Farbvergrößerer.

Minolta Dynax 3xi

Auf Grund meiner Rot-Grün-Schwäche war das aber nichts für mich, das Ausfiltern von Farbstichen war ein echtes Problem für mich. So habe ich mich vorwiegend mit der Diafotografie beschäftigt, die Filme größtenteils auch selbst entwickelt. Heute schlummern noch etliche Dias in ihren Kästen auf dem Speicher und warten auf ihre Digitalisierung. Die Minolta besitze ich ebenfalls heute noch.

Dann – etwa 2003 – wurde die erste Digitalkamera zugelegt. Es sollte kein ganz einfaches Modell sein, ein gutes optisches Zoomobjektiv stand auf dem Lastenheft, und so entschied ich mich für die HP 850, die seinerzeit rund 600 € kostete. Nach heutiger Terminologie wäre es eine Bridge-Kamera.

Hewlett Packhard HP 850

Im Vergleich zu modernen Modellen war das Gerät sehr langsam, aber die Bildqualität empfand ich als sehr gut. Daher hatte ich diese Kamera fast immer dabei.  Ein großer Pluspunkt war die Möglichkeit, Auch dieses Modell existiert noch in meinem Fundus, hat allerdings einen kleinen Defekt – aber ich kann mich immer so schwer von Gegenständen, die mir gute Dienste geleistet haben, trennen.

Es war etwa 2008, als der Drang, nun auch eine digitale Spiegelreflexkamera besitzen zu müssen, immer größer wurde, und so begann die Markterforschung. High-End-Modelle schieden auf Grund des Preises aus, und dann sollte es auch keine Mainstream-Modell sein – irgendwo will man ja auch immer einen Hauch von Individualismus bewahren. Also keine Canon, keine Nikon – die hatten ja alle anderen, die man so in der freien Wildbahn antraf -, also entschied ich mich für eine Olympus E-510.

Olympus E-510

Auch diese Kamera hat mich nie enttäuscht und mich wieder etwas tiefer in das Studium der Fotografietechniken eingeführt. Fast 10 Jahre war sie mein fotografischer Begleiter und hat mich in dieser Zeit fast nie im Stich gelassen (außer wenn ich vergessen hatte, einen geladenen Reserveakku mitzunehmen). Ein großes Plus dieser Kamera ist der eingebaute Bildstabilisator, somit kann man bei den Objektiven auf Modelle mit Stabilisator verzichten.

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Übrigens, seit einigen Jahren hat mich die HDR-Fotografie in den Bann gezogen; das klappte auch ganz gut mit der Olympus und der entsprechenden Nachbearbeitung. Hier ein kleines Beispiel:

Henrichshütte, Hattingen

Aber auch diese Kamera war mittlerweile in die Jahre gekommen, und so musste Ende 2017 ein Nachfolger her. Allerdings steht sie bei mir nicht in der Vitrine, sondern ist immer noch dabei, wenn es etwas robuster zugeht und ich meine aktuelle Kamera schonen möchte.

Übrigens, gebraucht ist die Olympus bei einem großen Internetversender immer noch zu kaufen:

Da ich nicht massenweise teure Objektive in meinem Fundus hatte, entschloss ich mich für einen Markenwechsel. Meine Tochter hatte bereits eine Canon EOS  700D, daher sollte es nun ebenfalls eine Canon sein, Mainstream hin oder her. Aber der Vorteil, Zubehör untereinander auszutauschen, überwog, und so setzte ich mich mal wieder mit Vergleichen der unterschiedlichen Modelle auseinander.

Letztlich fiel die Wahl auf die Canon EOS 77D, die mir auf Grund einer Cashbackaktion des Herstellers noch eine Rückerstattung von 100 € einbrachte (das Verfahren lief übrigens absolut problemlos).

 

Nach nunmehr zwei Monaten (Stand Februar 2018)  bin ich überaus zufrieden mit dieser Kamera, obwohl ich alle in ihr steckenden Möglichkeiten noch gar nicht getestet und ausgelotet habe

Anfängern und Neueinsteigern, die sich diese Kamera zugelegt haben, empfehle ich folgendes Buch, das ich immer wieder zur Hand nehme:

                       

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