Mein Modellbahnprojekt: Der Bahnhof Dahlerau (Part 1)

Mein Modellbahnprojekt: Der Bahnhof Dahlerau (Part 1)

Die Eisenbahn ist Teil meiner Kindheit, in den ersten Lebensjahren habe ich in der Nähe des Bahnhofs Dahlerau gewohnt, und auch nach dem Umzug in das Haus, in dem ich seit meinem sechsten Lebensjahr wohne, lag die Strecke der ehemaligen Wuppertalbahn in Sicht- und Hörweite.

Bahnhof Dahlerau heute

 

Und ja, ich bin schon so alt, dass ich noch gute Erinnerungen an die Dampflokzeit habe – das Größte für uns Kinder war es, das Pfeifen der schweren Loks aus Richtung Wuppertal-Beyenburg zu  hören, wenn der Zirkuszug kam.

Und wenn der unendlich erscheinende Wurm dann endlich den Bereich der Siedlung Neuland erreichte, standen wir auf der Brücke und ließen uns einnebeln.

Aber auch die gelegentlichen Einkäufe wurden seinerzeit überwiegend mit dem dampflokgeführten Zug erledigt. Und dann ging es natürlich nicht nach Radevormwald, sondern die Großstadt war angesagt: Der kleine Grimmi ging dann zunächst zum Bahnhof Dahlerau, wo die Reise nach Wuppertal-Elberfeld startete.

Das Ende der Dampflokära wurde mit der Einführung der dieselgetriebenen Schienenbusse, der sogenannten Verbrennungstriebwagen, eingeläutet. Und immer häufiger tauchten dann auch die Dieselloks der Baureihe 212 (damals noch V 100) als Zugloks auf.

Und gelegentlich durften meine Freunde und ich auch mit dem örtlichen Fuhrunternehmer (heute nennen sich solche Betriebe üblicherweise Spedition) auf dem Bock des Mercedes-Rundhauber mitfahren, wenn die Kohle vom Bahnhof zum Kohlebunker der Tuchfabrik Johann Wülfing & Sohn gebracht werden müsste. Und wenn man ganz viel Glück hatte, durfte man das Förderband am Bahnhof bedienen oder den Kipper bedienen.

Und da die Eisenbahn in meiner Kindheit eine prägende Rolle spielte, habe ich mir vorgenommen, den Bahnhof Dahlerau und sein Umfeld in einer Art Dioramain der Baugröße HO zu bauen – vielleicht auch einmal als Ausgangspunkt einer größeren Modellbahnanlage.

Aber Modellbahn ist nicht gerade kostengünstig – und neben den Finanzen braucht man Platz und Zeit…und ich habe ja noch etliche andere Hobbies, die alle irgendwie nicht gratis sind. Daher wird sich das Projekt sicher noch eine Weile hinziehen.


Das obige Bild zeigt den Anfang: Ein Grundrahmen wurde gebaut, darauf eine Bahnhofsplatte befestigt. Die ersten Schienen liegen provisorisch, der Mittelbahnsteig ist schon fast vollständig, auch die ersten Bahnhofsleuchten sind gesetzt. Als provisorischer Bahnhof wurde der gut gelungene und daher sehr beliebte Bahnhof Krakow von Auhagen nebst dazugehörigem Güterschuppen (siehe Abbildungen) aufgestellt. Beide Gebäude entsprechen stilistisch den Gebäuden in Dahlerau. Allerdings hat das Auhagen-Gebäude im Haupthaus eine zusätzliche Etage, und etliche Details (Fensterrahmen, einige Wandverkleidungen) sind abweichend.

Klicke auf die Abbildungen, um nähere Informationen bei Amazon zu erhalten.


Bahnhof Krakow von Auhagen
 

Güterschuppen von Auhagen

 

Derzeit überlege ich noch, ob ich den Auhagen-Bausatz modifizieren soll oder den Bahnhof komplett neu aus Polystrolplatten aufbauen soll (ein Anfang hierzu ist auf dem Foto erkennbar). Die Original-Baupläne, die ich vom Maßstab 1:100 auf ca. 1:87 hochkopiert habe, konnte ich mir beschaffen. Aber ich suche immer noch Fotos des Bahnhofs und seines Umfeldes aus der Zeit um 1970. Sollte jemand noch solche Schätze besitzen, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen.

Bisher eine große Hilfe ist mir das Buch “Die Wuppertalbahn” von Rudolf Inkeller.

 

(Fortsetzung folgt)

4 Gedanken zu „Mein Modellbahnprojekt: Der Bahnhof Dahlerau (Part 1)

  1. Hallo Grimmi,

    hast Du mal auf meiner Website https://posten17.de/ geschaut? Da gibt es schon einiges zu Dahlerau und es wird sicher noch einiges hinzukommen.

    Übrigens: Am Samstag ist im Autohaus Berghaus in Remscheid Dampfloktag. Von 10 – 16 Uhr zeigen wir historische Bilder aus der Region und fahren darüber hinaus in 1:22,5 mit Echtdampf auf einer ca. 13×4 Meter Anlage.

    Schau doch mal vorbei!

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