Sinn (oder Unsinn) von Activitytrackern

Sinn (oder Unsinn) von Activitytrackern

Ja, ich gebe es zu – ich bin Fan von technischem Spielzeug.

Und so habe ich zugegriffen, als ich von meiner Schwägerin für den Beitritt zu einem Verein (irgendwas mit Autofahrerinteressen) im letzten Jahr geworben wurde. Dort gab es als Werbeprämie einen recht einfachen – und heute für wenig Geld zu erstehenden- Activitytracker von Garmin, den vívofit 3.

Das Gerät zeichnet die täglich zurückgelegten Schritte auf, erkennt (in einem gewissen Rahmen) andere sportliche Aktivitäten, berechnet die verbrauchten Kalorien und zeichnet – sofern man wie ich das Gerät 24 Stunden am Tag trägt – auch den Schlaf auf, wobei die Tiefschlafphasen und die Phasen mit eher leichtem Schlaf ebenfalls anhand der Bewegungen des Armbandträgers ebenfalls ermittelt werden.

Die wichtigsten Ergebnisse lassen sich am Armband ablesen, wenn man aber tiefer gehende Statistiken haben möchte, dann muss man sich die Garmin-Connect-App für sein Smartphone herunterladen oder sich über den PC auf der Garmin-Connect-Website anmelden.

Ich habe diese App dann auch noch verknüpft mit einer App zum Erfassen der Kalorien meiner Nahrungsaufnahme, so dass erkennbar ist, ob man am Ende des Tages noch eine 200 Gramm-Schokolodentafel vertilgen darf, ohne sein Gewicht nach oben zu drücken.

Weitere Verknüpfungsmöglichkeiten zum Beispiel mit der relativ beliebten Strava-App oder Runtastic sind ebenfalls möglich, man muss dies aber etwas ausbalancieren, damit nicht eventuell sportliche Aktivitäten doppelt berechnet werden.

Kommen wir zur Eingangsfrage: Ist das alles sinnvoll oder nicht?

Ich beantworte diese Frage lediglich aus meiner Sicht. Bevor ich diese Uhr zum ersten Mal angelegt habe, wog ich etwa 6 Kilo (Update vom 8.3.18: 7 Kilo) mehr als heute, und ich fühle mich grundsätzlich fitter als damals.

Allerdings kann das ganze auch zu einer Manie werden…
Ich habe das Tagesziel so eingestellt, dass es sich an meine Aktivitäten in der Vergangenheit anpasst. So bin ich mit einem Tagesziel von etwa 10.000 Schritten gestartet, mittlerweile liegt das Ziel bei etwa 16.000 Schritten – trotz eines zwischenzeitlichen Neustarts, denn wegen eines Pixelfehlers habe ich das Armband an Garmin zurückschicken müssen und habe ein neues Gerät auf Garantie erhalten.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Für mich ist das kleine Gerät sinnvoll, allerdings muss ich mir darüber im Klaren sein, dass meine Daten auf den Servern von Garmin, Runtastic und Co landen.
Ich sehe es so: Nicht das Gerät hat mich abnehmen lassen, aber durch das Gerät habe ich mich etwas intensiver mit Bewegung und Nahrung beschäftigt und versucht, eine kleines Stückchen gesünder zu leben.

Wer sich mit den Basisfunktionen zufrieden gibt und auf das Synchronisieren mit den Apps verzichtet, kommt sicherlich auch ganz gut zurecht – für angehende und echte Profisportler gibt es dann noch die großen und teuren Sportuhren (hier ist ebenfalls Garmin einer der Hauptanbieter). Diese sind dann auch noch mit GPS-Funktionen ausgestattet, so dass der NSA, Garmin, die Ehefrau wissen, wo man sich gerade aufhält oder vorgestern aufgehalten hat.

Braucht man nicht…hätte ich aber doch auch ganz gerne 😉

 

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